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Unternehmensbesuch bei HeidelbergCement
18.10.2018

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Am Donnerstag, den 11. Oktober 2018, fand sich eine Gruppe von ABSOLVENTUM-Mitgliedern bei HeidelbergCement in Leimen ein, um sich zunächst das Zementwerk und anschließend das gegenüberliegende Heidelberg Technology Center anzuschauen. Der Leiter des hauseigenen Museums, Dietmar Cramer, nahm die Mitglieder der Regionalgruppe Rhein-Neckar in Empfang, bevor sie mit entsprechenden Schutzhelmen, Sicherheitswesten und Schutzbrillen für die Werksbesichtigung ausgestattet wurden. Nach einer Einführung über die Geschichte und die zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement, bekamen die Besucher bei Ihrem Rundgang durch das Zementwerk die verschiedenen Produktionsstätten gezeigt. Herr Cramer erklärte an verschiedenen Stationen zunächst anhand von Grafiken die einzelnen Arbeitsschritte und die Besonderheiten der Zementherstellung und ging auf die Fragen unserer Mitglieder ein.

Hochinteressant war auch der Besuch im sogenannten „Leitstand“. Im Zuge der Modernisierung wird der gesamte Produktionsprozess mittlerweile computerbasiert über diese Zentrale gesteuert. Das Werk mit seinen überdimensionalen Maschinen in riesigen Hallen und der seit hundert Jahren genutzten Material-Seilbahn Nußloch-Leimen wirkte zu dieser Abendzeit fast schon wie eine Geisterstadt, da vor allem die Spätschicht mit nur noch sieben Mitarbeitern im Werk auskommen kann.

Im Anschluss an die Werksführung hatten die Mitglieder die Möglichkeit, sich bei einem Get-together mit Imbiss in der Kantine zu stärken und miteinander auszutauschen.
Anschließend ging es zum zweiten Teil der Unternehmensführung, dem Besuch des Heidelberg Technology Center im gegenüberliegenden Neubau, der erst im Oktober 2016 eingeweiht wurde und auf einer Fläche von 7.200 m² Labor- und Büroräume birgt.

Dr. Dominik Nied, Teamleader ANC Chemistry bei HeidelbergCement, führte die Gäste durch das hochmoderne Forschungszentrum und gab Informationen zu dessen Bedeutung und Aufgabengebieten.

Eine besondere Herausforderung stellt immer wieder die gewaltige Menge an CO² dar, die bei der Herstellung von Zement freigesetzt wird. Die Maßnahmen zur CO2-Reduzierung bei der Klinkerherstellung sind nach dem heutigen Stand der Technik soweit optimiert, dass eine weitere wesentliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes in diesem Teilprozess der Zementherstellung wenig realistisch erscheint. HeidelbergCement konzentriert sich deshalb im Wesentlichen auf die Entwicklung neuer Zementsorten, die einen geringeren Klinkeranteil enthalten, sowie auf den Einsatz emissionsneutraler Sekundärbrennstoffe wie z.B. Altholz oder Tiermehl. Ein vielversprechendes Konzept ist zum Beispiel der Belit-Calciumsulfoaluminat-Ternesit-Zement (BCT), bei dessen Herstellung bis zu 30 Prozent weniger CO2 entstehen als bei normalem Portlandzementklinker.
Das Programm endete nach drei eindrucksvollen, kurzweiligen Stunden und die TeilnehmerInnen verabschiedeten sich nach so vielen interessanten Eindrücken zufrieden nach Hause.

Bericht: Simone Fioretto
Fotos: Ruth Ottenberg


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