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Unser Mitglied Edilia Gänz bei Forbes 30 under 30
28.02.2019

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Wir gratulieren unserem Mitglied Edilia Gänz ganz herzlich zur Aufnahme in die renommierte „Forbes 30 under 30“-Liste in der Kategorie „Art & Culture“! Das amerikanische Wirtschaftsmagazin zeichnet damit jährlich außergewöhnliche Persönlichkeiten aus, die mit innovativen Ideen die Gesellschaft verändern.

Als Leiterin der Non-profit-Organisation FEDORA – The European Circle of Philanthropists of Opera and Ballet entwickelt Edilia Gänz neue Fördermodelle für Opern- und Ballettinstitutionen. Wir haben mit ihr gesprochen und sie nach ihrem persönlichen Erfolgsrezept gefragt und welche Rolle ABSOLVENTUM dabei spielt.

Frau Gänz, mit 29 Jahren sind Sie bereits Leiterin von FEDORA, einer internationalen kulturellen Organisation. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Wenn man einen Traum hat und sich dem widmet und daran glaubt, sollte man ihn auf jeden Fall verfolgen. Und nie aufgeben! Auch sollte man die Möglichkeiten nutzen, die einem geboten werden, um dem Ziel näherzukommen. Das können Begegnungen sein, das können Möglichkeiten sein, praktische Erfahrungen in gewissen Bereichen zu sammeln, und das alles ist wie ein Puzzle zusammengekommen. Es beginnt mit einem Traum, mit einer Vision und mit einer Leidenschaft, und viel hängt davon ab, wie man es umsetzt und dass man dranbleibt!

Was bedeutet Ihnen persönlich die Aufnahme in die Forbes-Liste?

Das ist eine besondere Ehre und Anerkennung! Forbes ist ein renommiertes Magazin; das Auswahlverfahren ist sehr langwierig. Ein Jahr lang werden Profile durchforstet und sehr gründlich analysiert – und in meiner Generation da zu den 30 zu gehören in der Kulturbranche in Europa, das ist wirklich ein immenses Lob! Es gibt so viele tolle Projekte und Personen, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, und dass ich zu denen gehöre, die zu grundlegenden Veränderungen in unserer Gesellschaft beitragen oder neue Ideen anstoßen und implementieren, ehrt mich sehr.

Wie sehen Ihre zukünftigen Pläne für FEDORA aus?

Bei FEDORA steht grundsätzlich Wachstum an. Wir haben uns die letzten fünf Jahre erfolgreich etabliert, das Netzwerk aufgebaut, den Preisewettbewerb FEDORA - VAN CLEEF & ARPELS Preis für Ballett, den FEDORA - GENERALI Preis für Oper und haben seit diesem Jahr den FEDORA Education Preis eingeführt, der zur Förderung von interkulturellem Dialog und sozialer Integration beitragen soll. Wir planen, im nächsten Jahr einen digitalen Preis einzuführen, der digitale Innovationen im Bereich der darstellenden Künste hervorheben soll, und das nicht nur auf künstlerischer Ebene – wie eine Inszenierung gemacht wird mit digitalen Tools –, sondern auch, wie man durch digitale Medien neues Publikum ansprechen kann. Zum Beispiel durch Artificial Intelligence und solche Innovationen, die einen neuen Dialog und eine neue Partizipation mit einem Publikum ermöglichen, das vielleicht sonst so nicht unbedingt mit Oper und Ballett in Verbindung kommt. Das erstmal zu den Preisen.

Wie Sie wissen, werden wir seit 2017 von der EU-Kommission durch das „Kreative Europa“-Programm gefördert, und das hat uns damals einen großen Schub gegeben, weil wir dadurch das Team ausbauen konnten. Darüber hinaus haben wir seit letztem Jahr eine digitale Plattform geschaffen, auf der das Publikum für die Lieblingsprojekte abstimmen und spenden kann. Wir sind sozusagen die Plattform geworden, die es ermöglicht, in die Zukunft zu schauen, was in dem Sektor innerhalb der nächsten zwei Jahre auf die Bühne gelangen wird. Das gibt’s sonst in dieser Form nicht; es existieren viele Plattformen, die zeigen, was es so gibt, und das auch als Leistung anbieten, wir versuchen allerdings Projekte schon zu präsentieren und zu pitchen, bevor sie sich überhaupt in Form einer Aufführung auf einer Bühne realisiert haben. Dementsprechend sind wir eine Art „Pipeline für europäische Ideen im Bereich von Oper und Ballett“.

Bis 2021 ist unser Ziel mit FEDORA eine Web Application in Zusammenarbeit mit Transnational Giving Europe und Common Goal zu entwickeln, um internationale Spenden zu vereinfachen. Es ist nämlich immer noch eine Hürde, innerhalb von Europa Spenden ans Ausland zu richten, weil die Spendenbescheinigungen dort nicht anerkannt werden. Das kann den einen oder anderen Spender daran hindern, im Ausland zu investieren oder Projekte zu unterstützen, die einem gefallen. Wir sind gerade dabei, das mit unserem Partner in Brüssel auszuarbeiten.

Seit neun Jahren sind Sie bereits ABSOLVENTUM-Mitglied. Wobei durften wir Sie schon überall begleiten?

ABSOLVENTUM MANNHEIM war schon damals, als ich während des Studiums in Mannheim bei den Mannheimer Philharmonikern gearbeitet habe, ein Partner der Philharmoniker, und half uns, die Mannheimer Community über das damals neue Orchester und die Aufführungen zu informieren. Das war ein Anknüpfungspunkt; außerdem war ich damals Vorsitzende der Studenteninitiative MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V. Dank des Netzwerks von ABSOLVENTUM hatten wir die Möglichkeit, potenzielle Firmenpartner anzusprechen, die sich für unsere Initiative interessierten. Dadurch war ABSOLVENTUM schon damals ein hilfreiches Netzwerk. Außerdem habe ich am Mentoring-Programm teilgenommen, um mit Menschen zu sprechen, die in gewissen Bereichen Erfahrungen hatten. Das habe ich als Studentin gemacht und empfand das Vernetzen mit Alumni, die in der Wirtschaft schon angekommen waren, als sehr hilfreich.

In Paris gibt es außerdem einen Stammtisch, ein Get-together mit Mannheimer Alumni unterschiedlicher Generationen und Studienfächer, wodurch ein netter Draht zueinander besteht. Wir sind auch nach Mannheim gekommen, um FEDORA anlässlich des ABSOLVENTUM Homecoming Days 2015 im Rahmen des Schlossfestes vorzustellen. ABSOLVENTUM-Geschäftsführer Christian Haas hatte mich dazu eingeladen, dort ein paar Worte an die Mitglieder zu richten, noch bevor wir die EU-Förderung bekommen hatten. Dies bot uns eine tolle Plattform und die Mitglieder waren wirklich daran interessiert, mehr über unsere europäische Initiative zu erfahren, und haben anschließend mit Kontakten weitergeholfen. Also ein wirklich wertvolles Netzwerk und eine sehr hilfsbereite Gesellschaft. Man hört immer wieder voneinander; Christian Haas war auch bei unserem ersten Roadshow Event im Mannheimer Nationaltheater dabei, was wir Ende 2017 organisiert haben, um die EU-geförderte Plattform vorzustellen. ABSOLVENTUM bemüht sich immer, dass, wenn wir neue Praktikanten suchen, aktiv Werbung gemacht wird; es war sogar mal eine Praktikantin aus Mannheim bei uns im Team in Paris. Das zeigt, dass es hilft, wenn ihr vor Ort auf unser Projekt als möglichen Arbeitgeber aufmerksam macht. Wir haben immer Zuspruch bekommen und wurden ermutigt, unsere Organisation in dieser Nische zu etablieren. Die Begeisterung ist immer geblieben. Es ist eine schöne Reise, auf der mich ABSOLVENTUM immer begleitet!

Mehr darüber, wie Edilia Gänz die Kunstwelt fördern und wachrütteln will, berichtet die FAZ.

Interview: Lisa Schulz
Foto: Julien Mouffron-Gardner

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