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Besuch in der Kinemathek Karlsruhe
25.11.2019

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Vorhang auf, Film ab! So hieß es am Samstag, den 9. November 2019, als die Regionalgruppe Karlsruhe eine exklusive Führung durch die Kinemathek erhielt. Die Kinemathek ist ein gemeinnütziges Filmkunsthaus in Karlsruhe, welches Filme entdeckt, bewahrt und ausstellt. Die Institution finanziert sich durch Mitgliedschaften, aber auch durch die Vermietung des hauseigenen Kinos für Firmenfeiern oder Geburtstage.

Frau Professor Dr. Christine Reeh-Peters, ehemalige Geschäftsführerin der Kinemathek und aktuelle Dozentin an der Filmuniversität Babelsberg zum Thema Filmtheorie, führte die Gruppe durch die Räumlichkeiten und erzählte den Besuchern mehr über ihr Forschungsgebiet und die Geschichte des Kinos. Sie berichtete über die Systematik von kommunalen Kinos (wozu auch die Kinemathek zählt) und die Herausforderungen mit denen das derzeitige Kinogeschäft – kommerzielle Kinos im Allgemeinen, die Kinemathek im Speziellen – zu kämpfen haben.

Eine Besonderheit der Kinemathek ist, dass dort u.a. Filme gezeigt, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung wichtig sind, aber sonst keinen Markt finden. Laut Frau Professor Dr. Reeh-Peter haben Filme einen bildenden Charakter und bestimmte Inhalte können mitunter nur über dieses Format transportiert werden. Jedoch ist der Gedanke, dass Film und Kino einen künstlerischen Wert besitzen bzw. es sich lohnt einen Film philosophisch zu analysieren, in Deutschland – verglichen mit Frankreich oder Spanien – wenig verbreitet.

Die Kinemathek befindet sich in den alten Räumlichkeiten des ehemaligen Kinos „Kurbel“ aus den sechziger Jahren, von dem im Rahmen der Besichtigung auch Fotos gezeigt wurden. Nach dem Besuch im Kinosaal lernte die Gruppe die Technik hinter einer Kinovorführung näher kennen. Der Technikraum, der die verschiedenen Projektoren und Abspielgeräte enthält, ist das Revier des Filmvorführers und Technikexperten Samuel Israel. Neben neuen digitalen Beamern, die auf Festplatten gespeicherte Filme projizieren können, und großen Projektoren für 35-Militmeter-Filme, befinden sich dort auch Geräte, die Stummfilme aus vergangen Jahrzehnten abspielen können. Besonders diese alten Geräte zeichnen den Wert der Kinemathek aus: Da immer weniger Geräte existieren, die alte Filme abspielen können, besteht die Gefahr, dass einige Werke unwiederbringlich der Nachwelt verloren gehen.

Nach diesem interessanten Blick hinter die Kulissen machte sich die Gruppe zum nahegelegenen Mexikaner auf, um sich bei einem gemeinsamen Mittagessen über das Erlebte auszutauschen.

Wir danken Regionalgruppenleiter Dominic Seeberg für die Organisation der gelungenen Veranstaltung und den Nachbericht. Vielen Dank auch an Frau Waltraud Hirsch-Ruziczka für das Foto.

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