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„Die Werte des ehrbaren Kaufmanns“ und die heutigen globalen Märkte; ist Ethik noch ein Erfolgsfaktor?
28.11.2019

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Das Alumni-Netzwerk ABSOLVENTUM und der RCDS hatten mit Unterstützung der Sparkasse Heidelberg, der Tyczka Industrie-Gase GmbH und der Metropolregion Rhein Neckar zu dieser Veranstaltung eingeladen, zu einem Thema, das heute viele global aufgestellte Unternehmen, vor allem Familiengesellschaften bewegt.

Was ist opportun, um auf den internationalen Märkten weiterhin präsent zu sein, auch wenn die Sitten rauer geworden sind und die Unternehmen vielfach mit Korruption konfrontiert werden? Der Referent Christoph Dyckerhoff, ABSOLVENTUM-Mitglied und Ethik Experte, der viele Familiengesellschaften betreut und bei seinen Projekten auf „Manager mit Fortune“ setzt, nannte einige prägnante Beispiele von Unternehmen, die sich hier unterschiedlich verhalten und den Spagat bewältigen müssen, sich auf der einen Seite zu ethischen Grundsätzen zu bekennen, auf der anderen Seite aber nicht Risiko zu laufen, wichtige Absatzmärkte zu verlieren und damit Arbeitsplätze in Deutschland aufs Spiel zu setzen.

Dyckerhoff nannte das Beispiel eines deutschen Maschinenbauers. So Dyckerhoff, „was soll ein verantwortliches Unternehmen tun, wenn bspw. in einem Schwellenland die Lieferungen am Zoll wochenlang hängenbleiben und sich ohne die Zahlung von Schmiergeldern nichts bewegt? Ist es vertretbar, dass der Kunde auf die für ihn bestimmten Produkte warten muss?“
Die Antwort könne nur lauten: Die Unternehmen müssen von Fall zu Fall entscheiden und abwägen, ob sie mit ihrem Handeln nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Hierzu sei eine überzeugende transparente Kommunikation nach innen erforderlich.

Christoph Dyckerhoff ging aber auch auf positive Entwicklungen.im internationalen Kontext ein. So hätten sich inzwischen wichtige US-Konzerne aufgrund einer Initiative des CEO von J.P. Morgan-Chase Jamie Dimon vom Aktionärs „Mantra“ Shareholder-Value verabschiedet und setzten jetzt vorrangig auf die Interessen der Stakeholder.

Im Übrigen wagt laut Dyckerhoff ein bedeutendes amerikanisches Forschungs-Institut die Voraussage, dass künftig ein AL-Ethical Officer (AEO) für alle großen Unternehmen ins Spiel kommen soll, der die unternehmerischen Systeme und Prozesse nach ethischen Kriterien überwacht.
Denn viele Entscheidungsträger treibe das Thema um, was kann getan werden, damit sich die selbst lernenden AL-Systeme, die künftig selbst Entscheidungs-Prozesse steuern, ethisch verhalten?

An den informativen Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an, die im Foyer bei Butterbrezeln und kalten Getränken fortgesetzt wurde.

Text: Christoph Dyckerhoff
Foto: Tyczka GmbH


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