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Meisterwerke der Goldschmiedekunst
07.02.2020

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Am 28. Januar 2020 war die Regionalgruppe Rhein-Neckar mit 20 TeilnehmerInnen zu Gast im Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen, um sich die Ausstellung „Javagold - Pracht und Schönheit Indonesiens“ anzuschauen. Zur Führung in das mittelalterliche Indonesien hatte ABSOLVENTUM-Mitglied Kira Keßler eingeladen, die als wissenschaftliche Volontärin bei den rem arbeitet und die Ausstellung mit kuratiert hat.

Zu Beginn der Ausstellung erhielt die Gruppe anhand von wandhohen Fotografien der verschiedenen Lebensräume Javas - Großstadt Jakarta, Dschungel-, Vulkan- und Tempellandschaft - nicht nur visuelle Eindrücke, sie konnte sich über die sogenannten Klangduschen, die über den Bildern installiert sind und die dazugehörigen Geräuschkulissen wiedergeben, in die jeweilige Umgebung hineinversetzen. So eingestimmt begaben sich die Mitglieder dann auf den Rundgang durch die rund 400 einzigartigen goldenen Schmuck- und Kultgegenstände hinduistischer und buddhistischer Handwerkskunst. Sie sind größtenteils sehr klein, faszinierend filigran gearbeitet, mit enorm detailgenauen Verzierungen und stammen aus dem 7. bis 15. Jahrhundert. Das Spektrum reicht von Tierdarstellungen wie dem Elefantengott Ganesha über Dämonenfratzen bis hin zu aufwendigem Schmuck mit Blüten- und Rankenmotiven. Frau Keßler erzählte zu den Ausstellungsstücken spannende Geschichten, die von längst vergangener Macht und Mythen handeln. Stets haben die Kleinodien neben ihrer dekorativer Funktion auch rituelle oder soziale Bedeutung.

Damit die teils sehr kleinen Präziosen von den BesucherInnen genau bestaunt werden können, wurde weltweit erstmalig eine digitale, dreidimensionale Ausstellungsergänzung geschaffen, die ohne Spezialbrille genutzt werden kann. Ausgewählte Objekte wurden aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen, sodass jedes kunstvolle Detail von allen Seiten erlebt werden konnte.

Zum Ende der sehr interessanten und informativen Führung erklärte Kira Keßler den Mitgliedern, dass ein Großteil der aus einer Privatsammlung stammenden Kostbarkeiten erstmals öffentlich zu sehen ist. Möglich wurde dies, weil das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA) die Echtheit, Alter und Herstellung der Werke untersuchte und so die Idee zur Ausstellung entstand. In einem der Schaukasten wurde auch Exponate gezeigt, die eindeutig als Fälschungen entlarvt werden konnten.

Im Anschluss stand es den TeilnehmerInnen frei, die restlichen Ausstellungen des Zeughauses zu besichtigen, so dass sich die Gruppe sich in den vielen Ausstellungsräumlichkeiten verlief. Noch bis zum 13. April 2020 besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Javagold“ zu besuchen und sich in den Bann des Goldglanzes ziehen zu lassen.


Text: Sibylle Runz
Foto: Mara Hielscher

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