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#successstory: Dirk Grunert
26.02.2020

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Dieses Mal steht Dirk Grunert, aktueller Bildungsbürgermeister der Stadt Mannheim, im Fokus der #sucessstory. In unserem Interview erzählt er mehr über seinen Werdegang und welche politischen Pläne er in Zukunft verfolgt.

Was haben Sie studiert?

Ich habe Diplom-Betriebswirtschaftslehre studiert, wobei ich das Grundstudium in Hamburg und das Hauptstudium in Mannheim absolviert habe. Einen Erasmus-Austausch habe ich mit der ESSEC in Cergy-Pontoise (Frankreich) gemacht. Die Auslandserfahrung hat mir so gut gefallen, dass ich anschließend selbstorganisiert nochmals einige Monate an der University of Warwick (England) verbracht habe und dort dann zwischenzeitlich auch einmal etwas anderes ausprobiert und Politik und Neuere Geschichte studiert habe.

Wie ging es für Sie nach Ihrem Abschluss an der Universität Mannheim weiter?

Im Anschluss an das Studium habe ich ein zweijähriges Referendariat für das Lehramt an Beruflichen Schulen am Seminar Karlsruhe bzw. an meiner Ausbildungsschule in Weinheim absolviert. Anschließend bin ans Berufsbildungswerk Neckargemünd (SRH) gegangen und habe dort 13 Jahre lang an einer Sonderberufsschule unterrichtet.

Wie hat Sie ABSOLVENTUM und die Uni Mannheim dabei unterstützt?

An der Universität habe ich die grundlegenden Dinge, organisatorisch wie fachlich, gelernt, die auch im meinem aktuellen Job wichtig sind. ABSOLVENTUM war für mich immer eine gute Möglichkeit auch nach dem Studium mit „meiner" Uni in Kontakt zu bleiben.

Was machen Sie aktuell?

Parallel zum Studium hatte ich begonnen mich politisch beim Bündnis 90/Die Grünen zu engagieren. Nach mehr als zehnjähriger Mitgliedschaft im Mannheimer Gemeinderat wurde ich Anfang Oktober 2019 zum Bürgermeister für Bildung, Jugend und Gesundheit der Stadt Mannheim gewählt. Seit dem 1. November übe ich dieses spannende Amt aus.

Was hat Sie dazu bewogen in die Politik zu gehen?

Ich habe in den 90er-Jahren – die letzten Jahre der Ära Kohl – in einem eher kleinstädtisch geprägten Umfeld gelebt und die gesellschaftliche Atmosphäre als unheimlich spießig und muffig empfunden. Ich wollte Veränderung. Als die Grünen damals ihren legendären 5-Mark-für-den-Liter-Benzin-Beschluss gefällt haben – frech, mutig und absolut richtig – war mir klar, wo und wie ich mich für Veränderung einsetzen möchte, nämlich durch politisches Engagement zur nachhaltigen Gestaltung unserer Demokratie und Gesellschaft beitragen.

Was ist Ihr Erfolgskonzept?

Es müssen sicher immer mehrere Faktoren zusammenkommen, damit man letztlich Erfolg haben kann. Es gehört immer auch etwas Glück dazu. Um erfolgreich zu sein, versuche ich meinen Teil beizutragen durch engagierten Einsatz für die Sache und Wertschätzung gegenüber den Menschen, mit denen man zu tun hat. Auch Mut, zu sich und seinen Entscheidungen zu stehen, sind meiner Meinung nach wichtig.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich habe mir vorgenommen durch meine Arbeit dazu beizutragen, dass wir es schaffen mehr Bildungsgerechtigkeit zu generieren. Nach wie vor hängen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sehr von ihrer (sozialen) Herkunft ab. Ich möchte in den acht Jahren meiner Amtszeit meinen Teil dazu beitragen, dass sich dies ändert.

Welchen Rat haben Sie für aktuelle Studierende der Uni Mannheim?

Ich bin Mitglied der Generation ERASMUS. Was kann ich Studierenden anderes raten als unbedingt eine Zeit lang im Ausland zu verbringen. Das ist eine so unglaublich inspirierende und wertvolle Erfahrung, von der man das ganze Leben lang zehrt.

Text: Selina Mann
Foto: Ben van Skyhawk

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