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Schokoladen-Tasting: von der Kakaobohne zur Edelschokolade
07.04.2020

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Am Samstag, den 14. März 2020, versammelten sich einige Schokoladenliebhaber der Regionalgruppe Karlsruhe in der Mälzerstube des Karlsruher Burghofs. Dort hielt Patricia Stähler von der GenussScheune in Reichelsheim zunächst einen Vortrag und enthüllte einige interessante Fakten über Schokolade. So berichtete sie, dass Kakao so lange gemahlen werden muss, dass dieser nur noch 0,01 Millimeter groß bzw. klein ist, damit wir ihn sensorisch nicht als „Sand“ in der Schokolade schmecken. Es blieb allerdings nicht nur bei den Fakten, sondern es ging recht schnell auch zu einer Schokoladen-Verkostung bei der kleine Stückchen hygienisch einwandfrei auf Tellerchen kredenzt wurden. Dabei arbeitete sich die Gruppe von schwarzer über helle Schokolade bis hin zum Nougat vor. Selbstverständlich handelte es sich bei den Probierstücken um Edelschokolade, bei denen die Kakaobutter nicht, wie bei handelsüblicher Schokolade, durch Butterreinfett ersetzt wird, sodass die gesamte Kraft der Kakaobohne erhalten bleibt. Um den sensorischen Unterschied zu testen probierten die Mitglieder zum Vergleich auch „Industrieschokolade“. Der Unterschied zwischen der Industrie- und Edelschokolade lässt sich außerdem im Knackgeräusch erkennen.

Die Verkostung wurde mit Bildern begleitet, die einen Eindruck davon vermitteln sollten, woher die Kakaobohnen kommen und welche Arbeit hinter einer Tafel Schokolade steckt. Da es keine äußeren Anzeichen für die Reife einer Frucht gibt, ermittelt man diese durch Klang. Dieses Verfahren bedarf natürlich einer jahrelangen Erfahrung. Danach müssen die einzelnen Kerne getrocknet und fermentiert werden. Bei dem Thema Arbeiter ging die Lust auf die Schokolade kurzzeitig verloren. So fern es sich bei der Schokolade nicht um eine Fair Trade Schokolade handelt, erhalten Mitarbeiter auf einer Kakaoplantage nur 1,80 Euro pro Tag. Zudem ist die Arbeit auf dem Feld körperlich sehr anstrengend: 70 kg wiegen die Säcke, die von den Arbeitern Tag für Tag mehr als nur acht Stunden verladen werden müssen. Glücklicherweise handelte es sich bei der servierten Schokolade um eine richtig gute und fair gehandelte, sodass die Gruppe diese ohne schlechten Gewissen genießen konnte.

Im Anschluss an die Verkostung und dem Vortrag konnten die Mitglieder auch die zuvor gekostete Schokolade vor Ort kaufen, sodass einige ihren Ostereinkauf für ihre Kinder und Enkel erledigen konnten.

Nach dem Schokoladengenuss gab es noch ein gemeinsames Mittagessen an Ort und Stelle.

Ein herzlicher Dank geht an Matthias Schürer, der die Mälzerstube kostenfrei reservierte und wie meistens den Finger am Auslöser hatte sowie an Regionalgruppenleiter Dominic Seeberg für die Organisation der Veranstaltung und den Nachbericht.



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