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Rhein-Neckar: Ringvorlesung Tatort Mannheim: Was hat Schiller mit dem Mord an Kotzebue zu tun?

Datum:
02.12.2015 (17:15 - 18:45)
Typ:
Ringvorlesung
Veranstaltungsort:
Universität Mannheim, Schloss, Aula (Kooperationspartner, Regionalgruppe Rhein-Neckar)

Am Mittwoch, den 2. Dezember 2015, 17:15 Uhr findet der nächste Vortrag der Ringvorlesung "Die Anfänge des Nationaltheaters Mannheim - Diskurse, Institutionen, Personen und Texte" statt: Tatort Mannheim: Was hat Schiller mit dem Mord an Kotzebue zu tun?

Zur Vortragsreihe: Die Geschichte des Nationaltheaters beginnt mit einem Paradox: Der Anfang der institutionalisierten Theaterpraxis in Mannheim fällt mit dem Ende der kulturellen Blütezeit der Stadt zusammen. So wie sich Mannheim mit dem Aufstieg zur Residenzstadt und dem umfangreichen mäzenatischen Engagement des Kurfürsten Karl Theodor ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum Deutschlands entwickelte, so verlor die Stadt im Folgenden aufgrund der Verlegung des fürstlichen Hofes an Strahlkraft. Das Nationaltheater Mannheim fungierte in dieser stadtgeschichtlichen Zäsur als Kompensations- und Konjunkturmaßnahme des Fürsten für die von ihm verlassene Residenzstadt. Karl Theodor agierte also (noch einmal) als ‚Kultur-Entrepreneur‘ – und das mit Erfolg: Unter der Leitung des Intendanten Wolfgang Heribert von Dalberg entwickelte sich das Nationaltheater ab 1779 zu einer der wichtigsten Bühnen Deutschlands und spielte eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung des vorklassischen und klassischen deutschen Theaters. Bis heute zählt das ‚NTM‘ zu jenen kulturellen Aktiva, auf die sich die Stadt und die Metropolregion Rhein-Neckar immer wieder berufen.

Die geplante Ringvorlesung widmet sich der Gründungszeit des Nationaltheaters. Dabei geht es nicht darum, eine chronologische Rekonstruktion der frühen Geschichte des Hauses zu erstellen, vielmehr sollen in den jeweiligen Vorträgen Schlaglichter auf zeitgenössische Diskurse, Institutionen, Personen und Texte geworfen werden, die für die erste Zeit des Mannheimer Theaterunternehmens relevant waren. Anders gesagt: Es geht nicht um eine Geschichte des Hauses, sondern um die vielfältigen Geschichten, die zu dessen Gründung und Anfangsjahren erzählt werden können. Dabei ist der unter dem Begriff „Anfänge" in den Blick genommene Zeitraum weit gefasst und bezieht ein breites thematisches Spektrum ein, beginnend mit den späten 1740er Jahren und den institutionellen Vorgängern des Schauspielhauses (in ästhetischer Hinsicht: die Hofkapelle, das Musiktheater in Schwetzingen, in ideologischer Hinsicht: die Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften und die Deutsche Gesellschaft) bis zu der nationalgeschichtlich bedeutenden – und theatral angelegten – Ermordung August von Kotzebues in den Mannheimer Quadraten 1819 und der – nicht minder theatral realisierten – Hinrichtung seines Mörders Karl Ludwig Sand ein gutes Jahr später ebenda. Die Vortragsreihe ist entsprechend interdisziplinär angelegt und versammelt Beiträge aus der Literatur- und Theaterwissenschaft, aber auch der Musik- und Geschichtswissenschaft. Um nur einige der möglichen Themen zu nennen.

Planung & Realisation
J.-Prof. Dr. Thomas Wortmann
Juniorprofessur für Neuere deutsche Literatur und Medienästhetik
Seminar für Deutsche Philologie
Universität Mannheim
Schloss, EW 246
D-68131 Mannheim
t.wortmann@uni-mannheim.de
Alle Vorlesungen finden in der Aula der Universität Mannheim jeweils von 17:15 - 18:45 Uhr statt.





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